James Edward Lyons

Seit 1980 lebt und arbeitet der in New York geborene Autor und Theaterregisseur in Deutschland. Der Fulbright-Stipendiat studierte Schauspiel und Regie an der Folkwangschule, Essen. Als Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus arbeitete Lyons mehrfach an der Seite von Regisseur und Brechtschüler Peter Palitzsch. Seine erste eigene Inszenierung auf deutscher Bühne wurde die deutsche Erstaufführung des Sam Shepard Stücks ‚Goldener Westen‘ (True West).

Mit der 1999 verstorbenen Schauspielerin und Diseuse Ortrud Beginnen verbindet James Lyons eine 16-jährige künstlerische Zusammenarbeit. Zahlreiche Revuen und Kabarett-Programme sind in dieser Zeit gemeinsam entstanden. Begonnen hat alles mit der Dienstmädchensage ‚Minna, oder wie man dazu gemacht wird‘.

James Edward Lyons

Unter der Intendanz von Claus Peymann entstanden 1983-86 am Schauspielhaus Bochum drei Produktionen, die als ‚Minna Trilogie‘ in die Theatergeschichte eingingen. Es folgte eine eigenwillige ‚Fromme Helene‘ nach Wilhelm Busch als schräge Kabarett-Kammeroper, und einen hintergründig-bösen 68er Abend ‚Mein Freund Rudi‘. Am Deutschen Schauspielhaus, Hamburg feierten Lyons/Beginnen Anfang der 90er Jahre mit ihrer satirischen Heimatrevue ‚Wir Mädel singen‘ Triumphe. Am Staatstheater Stuttgart inszenierte Lyons das Terence McNally Stück ‚Meisterklasse‘ mit Ortrud Beginnen in der Hauptrolle als Maria Callas. Am Wiener Burgtheater wurde in dem eigens für die Wiener Festwochen entwickelten monarchistischen Abend ‚Ein Zacken aus der Krone‘ die Übernahme Österreichs satirisch geprobt. Für das Rheingau Musikfestival entwarf Lyons musikalische Portraits vom „Weißen Rössl“-Komponisten Ralph Benatzky und der 20er Jahre Operetten Star Fritzi Massary. Auf der Liste seiner biografischen Revuen stehen u.a. Janis Joplin, Claire Waldoff sowie die Wildwest Legende Calamity Jane.

„Für mich soll’s rote Rosen regnen“, sein musikalisch-seelisches Portrait Hildegard KnefS, wurde schon über 200 gespielt und erlebte zum 80. Geburtstag der Knef im Dezember 2005 seine glanzvolle Berliner Premiere an der tribuene. Ein Jahr nach dem Tod von Johnny Cash entstand sein erfolgreiches musikalisches Portrait „Johnny Cash – The Beast In Me“. Zur WM 2006 stellte er einen ‚SchussChor‘ zusammen: ein Liederabend für 11 Fußballgötter. Seine Revue zum 100. Geburtstag des Schlagerkomponisten Michael Jary „Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?“ spielt seit 2007 mit großem Erfolg im Kleinen Theater in Berlin.

Mit dem Box-Musical Der Kampf des Jahrhunderts, das Lyons zusammen mit dem Autoren und Komponisten Paul Graham Brown entwickelte, erzählt er die Geschichte der historischen Boxkämpfe zwischen Max Schmeling und Joe Louis. Die Uraufführung war im Oktober 2008 in der tribuene Berlin.

Dieser Zusammenarbeit folgte im August 2009 das 3-Personen-Musical King Kong, das anlässlich seiner Uraufführung am Kleinen Theater Berlin von Publikum und Kritik gefeiert wurde.

Webseite von James Edward Lyons

King Kong Musical Ahrensburg

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